...für die Arbeit:
1.Strokes - Reptilia
2.Joy Division - Shadowplay
3.Tocotronic - Mein Ruin
4.David Bowie - Beauty & the Beast
5.Interpol - The Scale
6.Velvet Underground - I'm waiting for the Man
7.Television - Friction
8.Franz Ferdinand - Outsiders
9.Doors - Break On Through
10.Muse - Supermassive Blackholes
11.Strokes - New York City Cops
Geprägt von unheimlicher Coolness und Kälte, aber manchmal muss das sein. Schlafe in letzter Zeit schlecht. Wochenende schon wieder fast vorbei, aber Mittwoch ist Tag der Deutschen Einheit und Donnerstag und Freitag hab ich wegen Überstunden frei. Eltern sind heute bis Donnerstag an die Ostsee gefahren, hab deshalb die ganze Zeit Papas Auto.
bis dahin, till
Sonntag, 30. September 2007
Samstag, 29. September 2007
Shotter's Nation
Endlich ist die neue Platte da. Leider wieder keine Digipack Variante (würde besser zur Band passen, wie ich finde), aber dafür in der limited Edition mit Bonus DVD.
Da gestern nicht sonderlich viel zu tun war und mein Kollege Urlaub hatte, schnappte ich mir einen von den Bullies und fuhr zum Mediamarkt.
Als ich bei "Independent 'B' " nichts fand und kurz danach entdeckte, dass die Abteilung "Neuerscheinungen" nicht mehr existiert, bekam ich es mit der Angst zu tun. Eher hoffnungslos noch bei "Rock und Pop 'B' " nachgeschaut; natürlich auch nichts.
Ein Verkäufer musste her. Da es mit halb 11 sogar noch relativ früh war, fand ich sogar einen, bei dem ein Mädchen stand, von dem ich nur die Worte "neues Babyshambles Album" hörte. Als ich schnell dazu sprang und die CD ebenfalls verlangte, fing der Verkäufer fast an zu Weinen, wedelte mit den Armen und deutete auf einen Stapel CDs, die irgendwo da lagen, wo sie nicht hingehörten, und erzählte uns, dass wir schon die fünften waren, die ihn nach der Platte gefragt hatten. Vielleicht sollten die Verkäufer dann einfach Mal darüber nachdenken, die CDs auch passend einzusortieren... .
Naja, nachdem ich dann zu Hause war, legte ich natürlich directement die CD in den Player, aber irgendwie hab ich es gestern dann doch nicht mehr geschafft, mich vollständig einzuhören. Im Moment läuft sie gerade wieder, trotzdem kann mir momentan immer nur noch der erste Eindruck vermittelt werden, aber das wird noch werden, je öfter die Scheibe läuft. War beim Debut ähnlich.
Besagter erster Eindruck ist jedenfalls ziemlich sehr gut. Der erste Titel "Carry On Up The Morning" schließt ziemlich gut an "Down in Albion" an, wie der Titel schon verrät. "Delivery", die Single, rockt ordentlich und ist ein gewagter Stilbruch, wie ich finde, allerdings ein gelungener. Die Entwicklung von den verträumten, fast schon dilletantischen Klängen des Debuts zum straightem Rock'n'Roll in Kinks-Manier finde ich gut und richtig, war durch die EP ja auch schon zu erahnen.
Wie ich das momentan wahr nehme, scheint "Delivery" jedoch das am weitesten ausgeprägte Stück in diese Richtung zu sein, die restlichen Songs tummeln sich irgendwo dazwischen, aber das ist toll. Mein Liebling bisher ist "Lost Art of Murder", das seinerseits wieder eher in die "Down In Albion" Richtung pendelt.
SoLong, till
Da gestern nicht sonderlich viel zu tun war und mein Kollege Urlaub hatte, schnappte ich mir einen von den Bullies und fuhr zum Mediamarkt.
Als ich bei "Independent 'B' " nichts fand und kurz danach entdeckte, dass die Abteilung "Neuerscheinungen" nicht mehr existiert, bekam ich es mit der Angst zu tun. Eher hoffnungslos noch bei "Rock und Pop 'B' " nachgeschaut; natürlich auch nichts.
Ein Verkäufer musste her. Da es mit halb 11 sogar noch relativ früh war, fand ich sogar einen, bei dem ein Mädchen stand, von dem ich nur die Worte "neues Babyshambles Album" hörte. Als ich schnell dazu sprang und die CD ebenfalls verlangte, fing der Verkäufer fast an zu Weinen, wedelte mit den Armen und deutete auf einen Stapel CDs, die irgendwo da lagen, wo sie nicht hingehörten, und erzählte uns, dass wir schon die fünften waren, die ihn nach der Platte gefragt hatten. Vielleicht sollten die Verkäufer dann einfach Mal darüber nachdenken, die CDs auch passend einzusortieren... .
Naja, nachdem ich dann zu Hause war, legte ich natürlich directement die CD in den Player, aber irgendwie hab ich es gestern dann doch nicht mehr geschafft, mich vollständig einzuhören. Im Moment läuft sie gerade wieder, trotzdem kann mir momentan immer nur noch der erste Eindruck vermittelt werden, aber das wird noch werden, je öfter die Scheibe läuft. War beim Debut ähnlich.
Besagter erster Eindruck ist jedenfalls ziemlich sehr gut. Der erste Titel "Carry On Up The Morning" schließt ziemlich gut an "Down in Albion" an, wie der Titel schon verrät. "Delivery", die Single, rockt ordentlich und ist ein gewagter Stilbruch, wie ich finde, allerdings ein gelungener. Die Entwicklung von den verträumten, fast schon dilletantischen Klängen des Debuts zum straightem Rock'n'Roll in Kinks-Manier finde ich gut und richtig, war durch die EP ja auch schon zu erahnen.
Wie ich das momentan wahr nehme, scheint "Delivery" jedoch das am weitesten ausgeprägte Stück in diese Richtung zu sein, die restlichen Songs tummeln sich irgendwo dazwischen, aber das ist toll. Mein Liebling bisher ist "Lost Art of Murder", das seinerseits wieder eher in die "Down In Albion" Richtung pendelt.
SoLong, till
Mittwoch, 26. September 2007
Mitte der Woche
Nick Drake - Pink Moon
Ich kann mich noch vage an Zeiten erinnern, in denen ich tatsächlich täglich gebloggt habe. Ist lange her... . Bei jeden neuen Post nehme ich mir das wieder vor, aber im Endeffekt schaffe ich's dann doch nicht.
Vielleicht gibt es auch einfach nicht genug zu erzählen. Morgens zur Arbeit, am späten Nachmittag zurück, da ist der Tag dann auch fast schon wieder vorbei. Vielleicht noch mit dem Hund raus gehen, Musik hören, ein bisschen schreiben (das zweite Kapitel ist übrigens fertig). Gestern war ich mit Alex, Ines und Sven im Kino. "Wächter des Tages", war ganz nettes Popcornkino. Mit Alex war es erstaunlich okay.
Außerdem wurde ich zum ersten Mal in meinem Leben geblitzt. 15 Euro für schlappe 7 km/h drüber. Das Foto ist leider ziemlich unscharf, aber naja.
Mich kotzt die Lage in Birma an. Aber was soll man da noch groß drüber schreiben?
bis bald, till
Ich kann mich noch vage an Zeiten erinnern, in denen ich tatsächlich täglich gebloggt habe. Ist lange her... . Bei jeden neuen Post nehme ich mir das wieder vor, aber im Endeffekt schaffe ich's dann doch nicht.
Vielleicht gibt es auch einfach nicht genug zu erzählen. Morgens zur Arbeit, am späten Nachmittag zurück, da ist der Tag dann auch fast schon wieder vorbei. Vielleicht noch mit dem Hund raus gehen, Musik hören, ein bisschen schreiben (das zweite Kapitel ist übrigens fertig). Gestern war ich mit Alex, Ines und Sven im Kino. "Wächter des Tages", war ganz nettes Popcornkino. Mit Alex war es erstaunlich okay.
Außerdem wurde ich zum ersten Mal in meinem Leben geblitzt. 15 Euro für schlappe 7 km/h drüber. Das Foto ist leider ziemlich unscharf, aber naja.
Mich kotzt die Lage in Birma an. Aber was soll man da noch groß drüber schreiben?
bis bald, till
Sonntag, 23. September 2007
Sonntag und so
Arcade Fire - Arcade Fire EP
In NRW haben die Herbstferien angefangen, meine kleine Schwester hat jetzt zwei Wochen lang frei, ich profitiere lediglich dadurch, dass die Schulfahrten logischerweise ausfallen und ich erst um 8 (sonst viertel nach 7) zur Arbeit muss. Besser als nichts... .
Die Woche war auch nicht sonderlich spektakulär, nur Donnerstag Abend war ganz nett. Da versuchen Julian und ich jetzt alle zwei Wochen so eine Art Schreibgruppe zu organisieren. Bisher sind wir zu dritt, aber eventuell werden es bald mehr Leute werden, auch solche, die nicht selbst schreiben, aber trotzdem interessiert sind. Das könnte wirklich schön werden, zumindest besagter Donnerstag war schon recht vielversprechend.
Der September ist jetzt auch schon so gut wie um. In den nächsten Tagen müsste meine Gehaltsabrechnung bei mir eintrudeln, Freitag dann die heiß ersehnte neue Babyshambles LP "Shotter's Nation". Dann am Mittwoch unser herrlicher Nationalfeiertag und wenn alles gut geht, kann ich den Donnerstag und den Freitag durch Überstunden frei nehmen, das werde ich Morgen mal abklären. Ein langes Wochenende wäre mal sehr erfrischend.
SoLong, till
In NRW haben die Herbstferien angefangen, meine kleine Schwester hat jetzt zwei Wochen lang frei, ich profitiere lediglich dadurch, dass die Schulfahrten logischerweise ausfallen und ich erst um 8 (sonst viertel nach 7) zur Arbeit muss. Besser als nichts... .
Die Woche war auch nicht sonderlich spektakulär, nur Donnerstag Abend war ganz nett. Da versuchen Julian und ich jetzt alle zwei Wochen so eine Art Schreibgruppe zu organisieren. Bisher sind wir zu dritt, aber eventuell werden es bald mehr Leute werden, auch solche, die nicht selbst schreiben, aber trotzdem interessiert sind. Das könnte wirklich schön werden, zumindest besagter Donnerstag war schon recht vielversprechend.
Der September ist jetzt auch schon so gut wie um. In den nächsten Tagen müsste meine Gehaltsabrechnung bei mir eintrudeln, Freitag dann die heiß ersehnte neue Babyshambles LP "Shotter's Nation". Dann am Mittwoch unser herrlicher Nationalfeiertag und wenn alles gut geht, kann ich den Donnerstag und den Freitag durch Überstunden frei nehmen, das werde ich Morgen mal abklären. Ein langes Wochenende wäre mal sehr erfrischend.
SoLong, till
Dienstag, 18. September 2007
Gestern...
...war Montag, und Montag ist immer der blödeste Tag der Woche. Liegt schlicht und ergreifend daran, dass ich da immer bis sieben Uhr abends arbeiten muss, weil eins von den Kindern immer noch einen Arzttermin um viertel nach fünf in Essen hat. Total blöd... ich frag mich, wieso die diese doofen Termine nicht auf früher verlegen. Aber naja, als Zivi dümpelt man in der Hierarchie irgendwo ganz weit unten.
Heute war's arbeitszeitentechnisch aber dann wieder ganz okay. Bin mit Papa sogar gerade noch in Bochum gewesen, um meine demente Oma zu besuchen. Die Demenz Station dort im Alterheim ist echt der Hammer... gut 10 Leute sitzen in einem Raum, aber jeder von denen lebt, quasi seperat, in seiner/ihrer ganz eigenen Welt. Vielleicht ist da ja sogar ganz positiv... .
Mein Buch entwickelt sich. Prolog, das erste und der Anfang des zweiten Kapitels stehen. Ab und zu höre ich Dinge, Ereignisse etc. von Bekannten, oder auch eher fremden Leuten, von denen ich denke, dass sie ins Buch passen, wie die Faust aufs Auge. Die werden dann soweit es geht sofort in mein Notizbuch gekritzelt, meistens schon als rohes Textfragment. Scheint vor allem für Hintergründe von Nebencharakteren gut zu sein, denn die besten Geschichten schrieb, schreibt und wird immer noch das Leben schreiben.
soLong, till
Heute war's arbeitszeitentechnisch aber dann wieder ganz okay. Bin mit Papa sogar gerade noch in Bochum gewesen, um meine demente Oma zu besuchen. Die Demenz Station dort im Alterheim ist echt der Hammer... gut 10 Leute sitzen in einem Raum, aber jeder von denen lebt, quasi seperat, in seiner/ihrer ganz eigenen Welt. Vielleicht ist da ja sogar ganz positiv... .
Mein Buch entwickelt sich. Prolog, das erste und der Anfang des zweiten Kapitels stehen. Ab und zu höre ich Dinge, Ereignisse etc. von Bekannten, oder auch eher fremden Leuten, von denen ich denke, dass sie ins Buch passen, wie die Faust aufs Auge. Die werden dann soweit es geht sofort in mein Notizbuch gekritzelt, meistens schon als rohes Textfragment. Scheint vor allem für Hintergründe von Nebencharakteren gut zu sein, denn die besten Geschichten schrieb, schreibt und wird immer noch das Leben schreiben.
soLong, till
Freitag, 14. September 2007
Ekel
Heute empfand ich wirklichen Ekel.
In so einer Art Notfall ist heute eine junge Mutter (höchstens 25, denk ich mal) mit drei Kindern in eine von den leerstehenden Wohnungen gezogen. Der Notfall bestand wohl in der Art, in der sich der Vater der Kinder das menschliche Miteinander vorstellt.
Mein Kollege und ich fuhren den Tag über mehrere Male vom Kinderdorf zu deren Wohnung, luden Möbel, Klamotten usw. ein und aus und solche Sachen. Und der Typ (bestimmt schon Ende 30, fettige Haare, Jogginganzug - das totale Klischee), stand die ganze Zeit in der Wohnung rum und gaffte.
Das schlimmste daran ist, dass es diese Person tatsächlich immernoch irgendwie schafft, emotionale Abhängigkeit gegenüber der Mutter seiner Kinder zu erzeugen. Den ganzen Umzug über hegte ich den latenten Drang, mir diesen Kerl zu schnappen und richtig übel zu verprügeln.
Ich bin schockiert über solche Situationen und auch irgendwie über mich selbst, weil ich eigentlich nie im Leben das Bedürfnis hatte, Irgendjemandem tatsächlich Gewalt anzutun.
bis dann, till
In so einer Art Notfall ist heute eine junge Mutter (höchstens 25, denk ich mal) mit drei Kindern in eine von den leerstehenden Wohnungen gezogen. Der Notfall bestand wohl in der Art, in der sich der Vater der Kinder das menschliche Miteinander vorstellt.
Mein Kollege und ich fuhren den Tag über mehrere Male vom Kinderdorf zu deren Wohnung, luden Möbel, Klamotten usw. ein und aus und solche Sachen. Und der Typ (bestimmt schon Ende 30, fettige Haare, Jogginganzug - das totale Klischee), stand die ganze Zeit in der Wohnung rum und gaffte.
Das schlimmste daran ist, dass es diese Person tatsächlich immernoch irgendwie schafft, emotionale Abhängigkeit gegenüber der Mutter seiner Kinder zu erzeugen. Den ganzen Umzug über hegte ich den latenten Drang, mir diesen Kerl zu schnappen und richtig übel zu verprügeln.
Ich bin schockiert über solche Situationen und auch irgendwie über mich selbst, weil ich eigentlich nie im Leben das Bedürfnis hatte, Irgendjemandem tatsächlich Gewalt anzutun.
bis dann, till
Sonntag, 9. September 2007
Ich lebe noch
Mittwoch, 5. September 2007
Zivi Highlights #3,5
Heute beim Quatschen mit einer Erzieherin erfahren:
besagtes Mädchen ist doch tatsächlich (ganz im Ernst jetzt) nach Hamburg abgehauen, weil die Tokio Hotel Zwillinge da ihren 18. Geburtstag feiern (oder gefeiert haben, keine Ahnung).
Ist sowas nicht 5-Sterne Bildzeitung-Futter?!
bis dann, till
besagtes Mädchen ist doch tatsächlich (ganz im Ernst jetzt) nach Hamburg abgehauen, weil die Tokio Hotel Zwillinge da ihren 18. Geburtstag feiern (oder gefeiert haben, keine Ahnung).
Ist sowas nicht 5-Sterne Bildzeitung-Futter?!
bis dann, till
Dienstag, 4. September 2007
Zivi Highlights #3
Heute gegen 9 kam der Chef und fragte uns Zivis, ob einer nach Feierabend noch nichts besonderes vor hätte, um "mal eben" (!!!) mit ihm nach Hamburg zu fahren.
Irgendein Mädchen von uns, das abgehauen ist, wurde da wohl von der Polizei aufgegriffen.
Zum Glück kam dann eine Erzieherin mit und wir blieben verschont (sonst würde ich mich jetzt sicherlich nicht in meinem Zimmer, sondern in einem Stau auf der A1 stecken...)
bis dann, till
Irgendein Mädchen von uns, das abgehauen ist, wurde da wohl von der Polizei aufgegriffen.
Zum Glück kam dann eine Erzieherin mit und wir blieben verschont (sonst würde ich mich jetzt sicherlich nicht in meinem Zimmer, sondern in einem Stau auf der A1 stecken...)
bis dann, till
Montag, 3. September 2007
Mein Lied geht weiter
Heute wieder ein quasi normaler Arbeitstag, keine 12 Stunden, so wie letzten Montag. Haben herausgefunden, dass das fetteste von den Schweinen im Kinderdorf (die haben da so eine Art kleinen Streichelzoo mit dem sinnigen Namen "Unsere kleine Farm") doch tatsächlich "Schnitzel" heißt. Anscheinend haben manche Kinder doch irgendwie Humor.
Gestern waren meine Tante, mein Onkel und mein kleiner Cousin (mittlerweile fast ein halbes Jahr alt) zu Besuch. Der kleine (Florian heißt er) ist total -ich hätte eigentlich nicht von mir erwartet, dieses Wort mal zu verwenden- knudellig. Ich mag ihn total, und er scheint auch nicht so anstrengend zu sein, wie andere Babies in dem Alter (zumindest nicht Gestern nachmittag^^). Lag die ganze Zeit herum und hat freudig gegluckst... herrlich.
Als ich letzte Woche ein Kind zum Psychologen brachte, habe ich dort im Wartezimmer zwischen etlichen "Gala"s, "Bunte"n und "Stern"en einen Gedichtband von Mascha Kaléko gefunden, diesen quasi verschlungen und mich sofort in Kalékos Lyrik verliebt. Vorher habe ich von dieser Frau wirklich noch garnichts gehört, nicht mal den Namen. Am Wochenende zog ich dann los und besorgte mir erstmal einen Band mit 100 Gedichten von ihr, eine Gesamtausgabe habe ich bisher nicht finden können.
Solange das Leben noch solche Überaschungen schreibt, kann es eigentlich garnicht so verkehrt sein.
nur das Beste, till
Was man so alles überlebt
Ich frage mich oft,
Und ich gehe mir dabei selbst auf die Nerven.
Denn es ist eine Frage in mehreren Strophen:
Warum werfen uns seelische Katastrophen
Nicht um?
Gewiß, sie tun es schon. Aber sozusagen auf Raten.
Wenn wir, zum Beispiel, bei einem Unfall
Gründlich unter die Räder geraten,
ist das eine einmalige Sache.
Und der Tod
Kommt
Prompt.
Hingegen, wenn uns, na, sagen wir es blumig,
Das sogenannte Rad des Lebens -
"Zermalmt" ist da wohl das richtige Wort -
So geschieht das keineswegs sofort.
Das Unglück läppert sich. Mit oder ohne Schuld.
Die Katastrophe sagt mit fast zynischem Gähnen:
Geduld, Geduld!
Du wirst dich schon an mich gewöhnen.
Wenn das, was wir Liebe zu nennen gewohnt sind,
Stirbt,
Geschieht es auch selten auf einen Schlag,
Sondern auch nur so schrittweise, Tag um Tag
Vielleicht ein Tausendstel Millimeter.
- Sonst gäb's chronische Epidemien von gebrochenen Herzen
So aber verschmerzen wir's fast. Und später
Lächelt man fast unter Trümmern und Scherben
Über so manches vernabte Ade.
Den der Tod tut nicht weh.
Nur das Sterben.
-Mascha Kaléko
Gestern waren meine Tante, mein Onkel und mein kleiner Cousin (mittlerweile fast ein halbes Jahr alt) zu Besuch. Der kleine (Florian heißt er) ist total -ich hätte eigentlich nicht von mir erwartet, dieses Wort mal zu verwenden- knudellig. Ich mag ihn total, und er scheint auch nicht so anstrengend zu sein, wie andere Babies in dem Alter (zumindest nicht Gestern nachmittag^^). Lag die ganze Zeit herum und hat freudig gegluckst... herrlich.
Als ich letzte Woche ein Kind zum Psychologen brachte, habe ich dort im Wartezimmer zwischen etlichen "Gala"s, "Bunte"n und "Stern"en einen Gedichtband von Mascha Kaléko gefunden, diesen quasi verschlungen und mich sofort in Kalékos Lyrik verliebt. Vorher habe ich von dieser Frau wirklich noch garnichts gehört, nicht mal den Namen. Am Wochenende zog ich dann los und besorgte mir erstmal einen Band mit 100 Gedichten von ihr, eine Gesamtausgabe habe ich bisher nicht finden können.
Solange das Leben noch solche Überaschungen schreibt, kann es eigentlich garnicht so verkehrt sein.
nur das Beste, till
Was man so alles überlebt
Ich frage mich oft,
Und ich gehe mir dabei selbst auf die Nerven.
Denn es ist eine Frage in mehreren Strophen:
Warum werfen uns seelische Katastrophen
Nicht um?
Gewiß, sie tun es schon. Aber sozusagen auf Raten.
Wenn wir, zum Beispiel, bei einem Unfall
Gründlich unter die Räder geraten,
ist das eine einmalige Sache.
Und der Tod
Kommt
Prompt.
Hingegen, wenn uns, na, sagen wir es blumig,
Das sogenannte Rad des Lebens -
"Zermalmt" ist da wohl das richtige Wort -
So geschieht das keineswegs sofort.
Das Unglück läppert sich. Mit oder ohne Schuld.
Die Katastrophe sagt mit fast zynischem Gähnen:
Geduld, Geduld!
Du wirst dich schon an mich gewöhnen.
Wenn das, was wir Liebe zu nennen gewohnt sind,
Stirbt,
Geschieht es auch selten auf einen Schlag,
Sondern auch nur so schrittweise, Tag um Tag
Vielleicht ein Tausendstel Millimeter.
- Sonst gäb's chronische Epidemien von gebrochenen Herzen
So aber verschmerzen wir's fast. Und später
Lächelt man fast unter Trümmern und Scherben
Über so manches vernabte Ade.
Den der Tod tut nicht weh.
Nur das Sterben.
-Mascha Kaléko
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