Dienstag, 28. August 2007

Zivi Highlights #2

Eine sowieso schon gestresste Erzieherin zu Kind XY:
"...und auf die Frage, ob das wirklich nötig war, antwortet man NICHT mit JA!!!"

Stress und so

Und zwar viel davon. Sonntag war Sommerfest im Kinderdorf, wir durften erst abbauen und dann die ganze Zeit grillen (Grillen ist, genau wie Autos, eins dieser bescheuerten Männlichkeits-Klischees... jeder gute Mann kocht zwar nie, grillt aber dauernd und vergöttert Autos als nahezu lebendige Wesen. Ich sehe Autos als praktische Fortbewegungsmittel, grille irgendwie ungern, mag allerdings Kochen...). Und dann noch abbauen. Alles in allem 9einhalb Stunden.
Dann Gestern, der Amok-Tag. 12 Stunden. Ohne wirkliche Pause. Von viertel nach 7 bis 19 Uhr 15... . Wenn ich es jetzt so schreibe, kommt mir das selbst ziemlich illusorisch vor.
Und somit war es dann auch kein Wunder, dass ich gestern Abend noch krank wurde, Kopfschmerzen der schlimmeren Sorte plus Übelkeit und Erbrechen. Sehr schick. Glücklicher Weise habe ich ja mit meiner Stiefmutter die Homöopathin direkt im Haus, sie konnte das gröbste schon per Chakren-Ausgleich richten (so blöd es sich auch anhört... viel von dem ganzen Kram bringt es wirklich...). Heute wollte ich dann wieder hin, war auch da, hab mich dann nach ner Stunde allerdings krank gemeldet und bin wieder gegangen, hätte keinen Sinn gehabt, denn die Kopfschmerzen waren irgendwie immernoch da. Jetzt geht's mir aber wieder ganz gut und Morgen wird dann auch wieder gearbeitet.
Und sonst...? Ja... ich weiß es auch nicht. Gefühle schwanken, manchmal traurig, dann auch mal wieder fröhlich, ein Wechselspiel. Außerdem ziehen dauernd neue Ideen für die nächste Geschichte durch meinen Kopf, aber irgendwie komme ich nicht wirklich dazu, diese schriftlich festzuhalten. Aber das wird noch...

bis dann, till

Mittwoch, 22. August 2007

3 Wochen...

...arbeite ich jetzt mittlerweile im Kinderdorf. Manche Tage sind okay, manche weniger, manche grauenhaft. Genauso verhält es sich auch mit den Kindern. Und das beste: jetzt Sonntag ist Sommerfest, und wer darf da wohl antanzen und Mädchen für alles spielen? Klar, der Zivi... . Ich hoffe doch sehr, dass ich dafür dann nen Wochentag frei kriege, denn das wäre ja wohl das mindeste.
Was ich mittlerweile defintiv schon gelernt habe, ist, dass wenn man von viertel nach 7 bis 16 Uhr arbeitet, der Tag so gut wie hinüber ist, auch wenn man dann keine Hausaufgaben oder so mehr machen muss.
Im Moment versuche ich gerade, mein Zimmer ein bisschen zu entrümpeln, aber eigentlich suche ich meine Digitalkamera, die irgendwie verschwunden ist, was mich ziemlich nervt. In meinem organisiertem Schreibtischchaos hatte sie immer ihren angestammten Platz, aber da war sie nicht mehr. Mittlerweile ist das organisierte Chaos einer gewissen Ordnung gewichen, aber die Kamera immer noch nicht da. Dafür werde ich dann demnächst garantiert andere Dinge suchen, weil das organisierte Chaos ja nun beseitigt wurde.
Mir ist übrigens heute eingefallen, was an der Schule toll war. Jeden Morgen hat man da noch vor der ersten Stunde mindestens 20 Menschen getroffen, die man kannte, vielleicht sogar mochte. Das fehlt mir. Vor allem, da man meinem einen Kollegen doch irgendwie anmerkt, dass er Kfz Mechaniker mit Hauptschulabschluss ist (wenn das jetzt irgendwie gemein oder abwertend klingt, dann ist das nicht so gemeint... aber wir funken halt nicht auf der selben Wellenlänge, kann man nichts dran ändern...). Jetzt ist jeder Tag wirklich fast wie der davor, und irgendwie nervt das schon... .
Aber manchmal geschehen auch erfreulichere Dinge. Neues Babyshambles Album angeblich im Oktober. Die Single ist der Wahnsinn, allerdings meine ich irgendwo aufgeschnappt zu haben, dass Pete schon wieder so gut wie im Gefängnis ist. Aber wenn die Platte schon fertig ist, wäre das ja eigentlich auch nicht so schlimm... .
Desweiteren Ende des Monats das Yeti Debutalbum, allerdings auf nem japanischen Label; das werde ich mir allerdings dann von da schicken lassen, ist garnicht so teuer. Aber wir leben ja mittlerweile auch in einer gobalisierten Welt.
Außerdem habe ich eine Idee für eine Geschichte. Ich überlege gerade, dieses Mal irgendwie romanmäßig an die Sache ranzugehen, aber ich glaube irgendwie, dass mir dazu die Ausdauer fehlt. Obwohl es sicherlich kuhl ist, seinen eigenen Roman in der Hand zu halten (und sei es auch nur selbst ausgedruckt). Mal schauen.

bis dahin, till

Freitag, 17. August 2007

Wochende

Wochenenden sind toll. Das fand ich zwar früher auch schon, aber seitdem ich selbst jeden Tag neun Stunden arbeite, weiß ich sie erst richtig zu schätzen. Und das gute am Job ist, dass das Wochenende wirklich Wochenende ist, weil man weder Hausaufgaben, noch irgendwelche Lernerei für Klausuren und ähnliches vor sich hat.
Gestern zum ersten Mal seit letzem Freitag Alex wieder gesehen, aber nicht allein, die Anderen waren auch dabei. Ich finde, die Situation wurde ganz gut gemeistert. War natürlich trotzdem komisch. Man kann Gefühle ja nicht einfach abschalten, andererseits kann man ja auch nicht ewig auf dem Thema herumreiten, als ob es nichts anderes gäbe. Naja, ich kann immerhin sagen, dass es mir eigentlich ganz gut geht momentan. Wenn andere Leute dabei sind, kann ich sogar genauso lachen wie immer, nur allein ist's noch nicht so toll. Aber das wird sich auch noch geben.
Gleich geh ich noch auf so ein Konzert von Gills neuer Band. Die machen so Iron Maiden mäßige Musik. Ich konnte Iron Maiden nie sonderlich leiden, und eigentlich habe ich auch keine große Lust, heue Abend sonderlich weg zu gehen, aber dort jetzt nciht zu erscheinen, kann ich Gill nicht antun.

bis dahin, till

Dienstag, 14. August 2007

Heute

Um viertel nach sieben bei der Arbeit angetanzt, die üblichen Schultouren, dann einmal zum Optiker, für ein Kind ne neue Brille abholen, wobei ich persönlich das ja blöd finde, die Brille muss ja eigentlich individuell angepasst werden, aber ich bin ja nur der Zivi, dann die ersten Kinder schon wieder abholen. Sonst war zur Abwechslung mal nichts los (auf jeden Fall nichts Dringendes), aber dafür gutes Wetter; wir machten lange Pausen.
Nach der Arbeit Heim gefahren, gegessen, geduscht, Nick Drake Mix CD gemacht, Wasser holen gefahren, dann mit Marius und Janine Eis essen gewesen. Hatte gestern länger mit Janine über die ganze Alex Sache gesprochen. Ich glaube, die beiden wollten mich ein bisschen aufmuntern, und dafür bin ich dankbar, aber leider noch nciht vollständig aufmunterbar. Mein Tag wechselt zwischen normalen und trautigen Gemütsphasen, meistens dominieren noch die Traurigen. Aber das erachte ich jetzt einfach mal als normal.
Gleich: kaltes Bierchen trinken, entweder Draußen und Musik hören oder Drinnen und irgendwas im Fernsehen schauen. Tendiere zu Drinnen.

soLong, till

Sonntag, 12. August 2007

Musik, die 2.

B-Seite:

1.Maximo Park - Parisian Skies
2.Fotos - Katharina
3.Babyshambles - Merry Go Round
4.Tomte - Was den Himmel erhellt
5.Bright Eyes - Land Locked Blues
6.the Raconteurs - Together
7.Bruce Springsteen - No Surrender (live)
8.Tocotronic - Harmonie ist eine Strategie
9.the Shins - New Slang
10.Tomte - Das war ich

Musik

Ich nehm mir gerade ein Tape zum traurig sein auf.
Die erste Seite ist schon fertig:

1.Beethoven - Mondscheinsonate
2.John Cale - Hallelujah
3.Bright Eyes - Haligh, Haligh, a Lie, Haligh
4.Kettcar - 48 Stunden
5.Ryan Adams - These Girls
6.Interpol - Pioneer to the Falls
7.Steve Harley & Cockney Rebell - Sebastian (live)
8.Placebo - I know
9.Nick Drake - Joey
10.Regina Spektor - Samson
11.Plain White T's - Hey There Delilah

italienische Straßencafés

Freitag Abend war wohl einer der ereignisträchtigsten meines jungen Lebens. Alexandra war aus Isalnd gerade wieder da, und weil sie dort keine Möglichkeit dazu gehabt hatte, gingen wir ins Kino, nochmal den neuen Potter Film; ich kannte den zwar schon, aber das war mir egal.
Danach gingen wir ein bisschen über die oberhausener Promenade und setzten uns schließlich auf die Terasse von so einem kleinen Italiener, bestellten was zu trinken und redeten über dies und das, alltägliches, bisweilen immer persönlicheres.
Irgendwann war der Moment da, es musste einfach raus, ich sagte ihr, dass ich glaubte, mich in sie verliebt zu haben. Sie reagierte gelassen, lächelte dieses einzigartige Alex-Lächeln. Dann redeten wir weiter. Sie sagte, sie fände es toll, dass ich so etwas einfach sagen könnte. Irgendwann fuhren wir Heim.
Ich wusste eigentlich die ganze Zeit, dass ich mir keine allzugroßen Hoffnungen machen konnte, das war mir klar, und trotzdem musste ich es ihr einfach sagen. Ich denke nicht, dass sich an unserer bisherigen, gut freundschaftlichen Beziehung irgendwas zum schlechteren hin verändern wird, und das ist gut.
Meine momentane Gefühlslage ist unglaublich schwer zu beschreiben. Ich bin der glücklichste und gleichzeitig traurigste Mensch. Todtraurig, weil ich meine, vielleicht ein bisschen zu kindische, Verliebtheit nun endgültig begraben sehe, überglücklich, weil ich es ihr tatsächlich gesagt habe, mutig war, über meinen Schatten gesprungen bin, obwohl die "Niederlage", die ja eigentlich keine wirkliche ist, klar war. Und wir werden weiter Freunde sein, vielleicht sogar noch mehr als vorher, denn solche Situationen zu meistern rückt einen zusammen, oder?
Eine gewisse Zeit des Loslassens, der Melancholie und des Selbstmitleids gönne ich mir trotzdem, denn die habe ich mir verdient. Allerdings mit dem guten Gewissen, dass diese Zeit wahrscheinlich schneller zuende sein wird, als ich jetzt denke.

vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

Donnerstag, 9. August 2007

Zivi Highlights #1

Kollege bringt ein vierzehnjähriges Mädchen zur Schule. Im Radio fängt "What I've done" von Linkin Park an. Das Mädchen dreht lauter.
"Voll cool, ey! Aber Tokio Hotel is' besser!"
Oo

gruß, till

Mittwoch, 8. August 2007

Anfang

Tocotronic - Harmonie
Neuer Lebensabschnitt, neuer Blog, hab ich mir gedacht. Ich bin jetzt Zivi, quasi auf dem Arbeitsmarkt und verdiene sogar etwas mehr, als ich gedacht habe, weil der Sold auch am Wochenende bezahlt wird. Und die Arbeit im Kinderdorf scheint okay zu sein, bin jetzt eine Woche da und langsam scheint sich die ganze Sache zu routinieren. Aber dazu wird in den nächsten Tagen sicherlich noch einiges folgen.

Dieses Blog ist nicht mehr nach Nick Hornbys bestem Roman benannt, sondern nach einem meiner Lieblingsfilme, den ich als Kind schon toll fand. Irgendwann fiel er mir wieder in die Hände und nach und nach wurde mir dann auch die latente Poesie bewusst, die in dem Film konstant mitschwingt. Irgendwie schien es mir eine gute Idee zu sein, den neuen Blog danach zu benennen.

Aber à pros pros Hornby... mein Ruhrgebietsliebling Frank Goosen hat einen neuen Roman veröffentlicht. "So viel Zeit" heißt der, und handelt von fünf Typen mitte vierzig, die eine Rockband gründen. Ich bin jetzt zu ungefähr drei vierteln durch und muss sagen, dass mir "Pink Moon", der Vorgänger, mir besser gefallen hat. Kann vielleicht auch daran liegen, dass dieses Buch mich zu Nick Drake gebracht hat.

Naja, sonst gibt es eigentlich nicht sonderlich viel zu erzählen momentan, zumindest micht über mich. Ich stehe jeden Tag um viertel vor sechs auf, um pünktlich eine Stunde bei der Arbeit zu sein, fahre dann irgendwann nachmittags wieder Heim und bisher war ich dann immer so geschafft, dass der Tag quasi gelaufen war. Aber das wird sich wohl noch ändern, wenn ich mich an den Rhytmus gewöhnt habe. Hoffentlich. Außerdem hab ich mir letzte Woche ein Tattoo stechen lassen, weil ich das immer schonmal machen wollte. Ich mag es.

soLong, till