Sonntag, 12. August 2007

italienische Straßencafés

Freitag Abend war wohl einer der ereignisträchtigsten meines jungen Lebens. Alexandra war aus Isalnd gerade wieder da, und weil sie dort keine Möglichkeit dazu gehabt hatte, gingen wir ins Kino, nochmal den neuen Potter Film; ich kannte den zwar schon, aber das war mir egal.
Danach gingen wir ein bisschen über die oberhausener Promenade und setzten uns schließlich auf die Terasse von so einem kleinen Italiener, bestellten was zu trinken und redeten über dies und das, alltägliches, bisweilen immer persönlicheres.
Irgendwann war der Moment da, es musste einfach raus, ich sagte ihr, dass ich glaubte, mich in sie verliebt zu haben. Sie reagierte gelassen, lächelte dieses einzigartige Alex-Lächeln. Dann redeten wir weiter. Sie sagte, sie fände es toll, dass ich so etwas einfach sagen könnte. Irgendwann fuhren wir Heim.
Ich wusste eigentlich die ganze Zeit, dass ich mir keine allzugroßen Hoffnungen machen konnte, das war mir klar, und trotzdem musste ich es ihr einfach sagen. Ich denke nicht, dass sich an unserer bisherigen, gut freundschaftlichen Beziehung irgendwas zum schlechteren hin verändern wird, und das ist gut.
Meine momentane Gefühlslage ist unglaublich schwer zu beschreiben. Ich bin der glücklichste und gleichzeitig traurigste Mensch. Todtraurig, weil ich meine, vielleicht ein bisschen zu kindische, Verliebtheit nun endgültig begraben sehe, überglücklich, weil ich es ihr tatsächlich gesagt habe, mutig war, über meinen Schatten gesprungen bin, obwohl die "Niederlage", die ja eigentlich keine wirkliche ist, klar war. Und wir werden weiter Freunde sein, vielleicht sogar noch mehr als vorher, denn solche Situationen zu meistern rückt einen zusammen, oder?
Eine gewisse Zeit des Loslassens, der Melancholie und des Selbstmitleids gönne ich mir trotzdem, denn die habe ich mir verdient. Allerdings mit dem guten Gewissen, dass diese Zeit wahrscheinlich schneller zuende sein wird, als ich jetzt denke.

vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Es geht vorbei. Auch wenn die Übergangszeit nicht angenehm ist, wirklich nicht. Aber meinen Respekt für den Mut, den du aufgebracht hast! Selbst wenn von der anderen Seite nicht die erwünschte Reaktion kommt, hat man sich damit doch ein Geschenk gemacht, weil man ehrlich zu sich selbst und auch zu anderen war (ich hoffe, du weißt, was ich meine?).
Lass dir die Zeit, die du brauchst.
Alles Gute für eure Freundschaft und insbesondere für dich!

Lieben Gruß
Susanna

Anonym hat gesagt…

Schön, dass ihr weiterhin gute Freunde bleibt. Andere rennen sofort schreiend davon, wenn sie sowas gesagt bekommen.